Update und Frage zum Betrieb

  • Guten Abend,


    ich will auf das Update 1.4 aktualisieren. Der Commander war über einen sehr langen Zeitraum nicht in Betrieb, es ist die Version 1.103 aufgespielt. Kann ich das Update direkt übertragen oder sollte ich einen Umweg über einige Vorgängerversionen machen? Es sind nur drei Gleispläne gespeichert, keine Lokdaten.


    Umständehalber kann der Commander demnächst nur zum Fahrbetrieb für eine bisher reine Märklin-Analoganlage genutzt werden. Gefahren wird mit digitalisierten Loks über den Commander auf Märklin Metall-Gleis, die Weichen- und Signalsteuerung bleibt analog. Hier ergibt sich eventuell eine elektrische Überlagerung mit den Steuerbefehlen vom Commander und den Schaltimpulsen für die Magnetartikel insofern, als der Gleiskörper die gemeinsame Masse mit Weichen- und Signallaternen darstellt. Als Stromquellen stehen nur alte Märklin-Trafos der 6000-Reihe zur Verfügung. Ist die Kombination möglich?


    Gruss Rainer

  • Hallo Rainer,


    wie aus den Updateinfos ersichtlich kannst du ab Version 1.020 direkt, ohne Zwischenschritte
    updaten.


    Da ich nicht Märklin fahre und elektrisch auch nicht sicher bin, möchte ich zur zweiten Frage
    nichts sagen. Bei mir sind analoge und digitale Stromkreise getrennt.

    Viel Grüße
    Dieter Riethenauer


    Commander 1.402, seit 12.07, Fleischm.profigleise N
    Viessmann u. Uhlenbrock Schalt/Magnetartikeldekoder
    Rocco RM 10787 am LSB hinter Viessmann BM 5206,
    Viessmann Booster ECO4, Win 10- 64bit

  • Die Aktualisierung hat geklappt.


    Der allererste Versuch eine neu mit Hochleistungsantrieb und mfx-Decoder umgerüstete Märklin-Lok in Gang zu bringen war ein Reinfall. Auf dem Programmiergleis bewegte sich die Lok etwas, eine Lampe brannte kurz und das wars. Im Lokeditor liessen sich zwar Baureihe, Lokbild und Fahrstufe einrichten, mehr ist nicht.
    Als Hinweis kommt nach Verlassen des Lokeditors entweder als Daueranzeige ,Lok wird gescannt' oder Kurzschluss auf dem Programmiergleis.


    Die Lok ist mit dem Märklin-Umrüstsatz 60760 ausgestattet. Es handelt sich um Lok Nr. 3058(BR 151). Laut Einbauanleitung können die vorhandenen Glühbirnen über den Lokrahmen an Masse bleiben, es kann aber zum Flackern kommen. Kann es sein dass der Commander das als Kurzschluss auffasst? Die Birnen sind zwar raus, aber es geht trotzdem nichts.


    Überraschung:
    Analog fährt die Lok, also von wegen Kurzschluss. Nur das Spitzenlicht bleibt dunkel, da ich nicht an die Zusatzfunktionen herankam.

  • Hallo, der 60760 Umrüstsatz ist sicher kein MFX Decoder.
    Das Set enthält einen 5 poligen Anker und einen C 90 decoder.
    Wenn der Einbau richtig erfolgt ist und der Decoder neu ist hat er die Adresse 3.
    Fahren Sie diese Lok unter Mot. neu am Commander mit Adresse 3 auf dem Hauptgleis ein.
    Das Programmiergleis ist Stromreduziert um bei Umbaufehler Totalausfällen von Decodern zu vermeiden. Bei Glühbirnchen und älteren Motoren kann es zu der Anzeige kommen wenn die maschine nicht sauber und leichtgängig ist.
    Die Verwendung von alten Märklin Trafos ist nur für Zubehör wie Schaltartikeln und Lampen möglich. Am Commander kann man solche Stromquellen nicht benutzen. Verwenden Sie am Commander nur das zugehörige Schaltnetzteil.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Viessmann Modelltechnik GmbH


    iA Jürgen Meier

  • Guten Tag, Herr Meier


    es ist kein c90, sondern ein programmierbarer fx-Decoder(kein DCC), standardmässig mit Adresse 78 ausgeliefert. Laut Märklin Technik Tipp Nr. 303 mit bis zu neun Funktionen, demnach müsste ich beim Digitalformat im Lokeditor ,8 Funktionen' wählen.


    Über einen Analogtrafo fährt die Lok einwandfrei, unwahrscheinlich, dass es an den Fahreigenschaften liegt, zumal auf HLA umgerüstet ist.
    Nachtrag: Nachdem ich über das Hauptgleis wieder die Werksadresse 78 eingestellt habe fährt die Lok auch über den Commander. Die Kurzschlussmeldung auf dem Programmiergleis bekomme ich nach wie vor auch bei ausgebauter Beleuchtung.


    Zitat aus ihrer Antwort: Die Verwendung von alten Märklin Trafos ist nur für Zubehör wie Schaltartikeln und Lampen möglich.


    Genau so soll es sein. Der Fahrbetrieb erfolgt über den Commander natürlich mit dessen Netzteil. Aus nicht änderbaren Umständen müssen Weichen und Signale weiterhin klassisch betrieben werden, d. h. massegeschaltet über Stellpulte mit Stromversorgung von alten Märklin-Trafos. Das Problem ist wahrscheinlich die ,Schnittstelle' Märklin-Metallgleis, dessen Gleiskörper ja nicht nur die Rückleitung des Fahrstroms zum Commander sondern auch die Masse der Weichen- und Signallaternen ist. Hier stossen meines Wissens zwei unterschiedliche Stromsysteme zusammen. Gefahren wird, soweit ich weiss, mit einer gerichteten Rechteckspannung(= Gleichstrom), wohingegen die Magnetartikel nach wie vor mit dem alten Wechselstromsystem betrieben werden.
    Das muss doch zu Konflikten führen, oder nicht?


    MfG

  • nur noch mal sicherheitshalber, das Programmiergleis muß allseitig vom Hauptgleis ( Main ) getrennt sein.
    Funktioniert denn das Programmieren mit anderen Loks ?
    Bei Motorola Decodern dauert es manchmal etwas länger bis die Adresse in die Register geschrieben ist.
    Dabei blinken die Stirnbeleuchtungen mehrfach auf. Erst wenn nach dem Blinken länger keine weiter Sequenz durch blinken mehr angezeit wird ist der Programmiervorgang abgeschlossen.
    Oft hilft es wenn die Lok vor dem Programmieren stromlos geschalten wird.
    Einfach vom Gleis nehmen und neu aufgleisen, oder das Programmiergleis kurz abziehen.


    Metallgleis und Weichen mit gemeinsamer Masse stellen nicht grundsätzlich ein Problem dar.
    Es muß nur Sichergestellt sein dass die Zweite Leitung der Fremdspannung nie in Verbindung zum Digitalstrom kommt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Viessmann Modelltechnik GmbH


    iA Jürgen Meier

  • Quote from Jürgen Meier

    nur noch mal sicherheitshalber, das Programmiergleis muß allseitig vom Hauptgleis ( Main ) getrennt sein.


    Aus Platzgründen in meiner ,,Werkstatt"-Küche gibt es nur ein Testgleis von 80 cm Länge. Der Wechsel zwischen Programmier- und Hauptgleis erfolgt durch Umstecken am Commander.


    Funktioniert denn das Programmieren mit anderen Loks?
    Das ist zur Zeit noch eine Umrüstfrage. Ich habe erst eine Lok umgerüstet, so dass ich leider noch keine Vergleichsmöglichkeit habe. Ich hoffe am Wochenende einige Umbauten vornehmen zu können.
    Mit zwei Loks mit alten c80-Decodern gibt es keine Probleme. Ich habe die Daten eingeben und speichern können und die Loks fahren auch. Die Stirnbeleuchtung lässt sich ein- und ausschalten und wechselt mit der Fahrtrichtung. Ich muss das bei Gelegenheit aber umbauen; da der Rückstrom der Lampenfassungen über den Lokrahmen erfolgt flackert das Licht sehr.



    Bei Motorola Decodern dauert es manchmal etwas länger bis die Adresse in die Register geschrieben ist.
    Dabei blinken die Stirnbeleuchtungen mehrfach auf. Erst wenn nach dem Blinken länger keine weiter Sequenz durch blinken mehr angezeit wird ist der Programmiervorgang abgeschlossen.
    Oft hilft es wenn die Lok vor dem Programmieren stromlos geschalten wird.
    Einfach vom Gleis nehmen und neu aufgleisen, oder das Programmiergleis kurz abziehen.


    Metallgleis und Weichen mit gemeinsamer Masse stellen nicht grundsätzlich ein Problem dar.
    Es muß nur Sichergestellt sein dass die Zweite Leitung der Fremdspannung nie in Verbindung zum Digitalstrom kommt.

    Letzteres ist gewährleistet. Demnach ist ein Parallelbetrieb also ohne weiteres möglich.

  • Hallo Reiner,


    eine Rückfrage, da mir die Aussage, dass das Umschalten zum Programmiergleisdurch Umstecken am commander erfolgt, missverständlich erscheint.
    Der commander hat ja einen separaten Programmiergleis Anschluss.
    Ich unterstelle jetzt mal, dass du dann den Gleisanschluss abziehst und dann das gleismäßig getrennte Testgleis am Programmiergleisanschluß das Programmiergleis anschließt. Das wäre korrekt. Aber umständlich,
    wenn das Testgleis sowieso von der Anlage getrennt ist, kann du beide Anschlüsse am commander belassen.
    Wenn das Testgleis nicht komplett von der Anlage getrennt ist, ist die gesamte Anlage am Programmieranschluss.
    Das ist dann ein zu hoher Stromverbrauch und führt zur Kurzschluss Meldung am Programmiergleis.
    Vielleiht habe ich aber in diesem Punkt deine Aussagen missverstanden.

    Viel Grüße
    Dieter Riethenauer


    Commander 1.402, seit 12.07, Fleischm.profigleise N
    Viessmann u. Uhlenbrock Schalt/Magnetartikeldekoder
    Rocco RM 10787 am LSB hinter Viessmann BM 5206,
    Viessmann Booster ECO4, Win 10- 64bit

  • Hallo Dieter,


    ich habe meine ,,Werkstatt"-Küche erwähnt. Meine Küche bietet die besten Arbeitsmöglichkeiten. Dort erfolgen mittels des Testgleises alle Einstellungen. Deshalb das Umstecken vom Programmier- zum Hauptgleisanschluss und umgekehrt.


    Eine betriebsfähige Anlage habe ich noch nicht. Um meine Loks ab und zu mal bei einem Freund fahren zu lassen werden sie nach langem Zögern nach und nach auf HLA umgebaut. Bis dahin wird mit dem schönen Mäuseklavier-Decoder c80 gefahren, der Commander ist ja für Motorola alt einsetzbar. Mein Freund fährt bis auf weiteres analog, mit dem c80 kein Problem, nur eben ohne Spitzenlicht. Wenn ich einige meiner Loks umgerüstet habe, probiere ich die mit dem Commander bei meinem Freund aus. Dann liegen zwar bis auf zwei digitale Triebwagen alle seine Loks still, aber das ist nur für die Dauer meines Besuches.


    Gruss Rainer

  • Hallo Reiner,


    alles klar.
    Ich habe nur vorsichtshalber nachgefragt.
    Zum Märklinformat kann ich nichts sagen ich fahre N-Spur mit DCC.
    Dabei gibt es keine Probleme. Überhaupt kann ich sagen, dass die Probleme die ich
    manchmal sicher hatte alle hausgemacht waren und mit Hilfe des Forums und natürlich
    Herrn Meier schnell gelöst werden konnten.
    Weiterhin viel Erfolg beim Lok einrichten und beider Planung und beim Bau deiner Anlage.
    Deren Steuerung dir mit dem commander sicher gut gelingen wird.
    Bei Problemen immer melden. Im Forum weiß immer einer was hilfreiches, manchmal auch ich.
    Irgendwie stehe ich noch auf dem Schlauch - könntest du mich schlau machen?
    Was ist HLA?

    Viel Grüße
    Dieter Riethenauer


    Commander 1.402, seit 12.07, Fleischm.profigleise N
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  • Quote from driethenauer

    Hallo Reiner,


    Irgendwie stehe ich noch auf dem Schlauch - könntest du mich schlau machen?
    Was ist HLA?


    Hochleistungsantrieb. Märklin verwendet zwar das Mittelleitersystem, die Loks fahren aber längst mit Gleichstrommotoren. Die Umstellung erwies wohl als notwendig, da man mit DCC/mfx-Decodern offenbar keine Wechselstrommotoren ansteuern kann. Jedenfalls müssen für heutige Decoder die Feldspulen und Anker der Allstrommotoren gegen Permanentmagnete und neue Rotoren(Anker) getauscht werden. Die Loks fahren weiterhin auch analog(aber nicht ohne Decoder!), dann in der Regel nur mit Lichtwechsel bei Fahrtrichtungsänderung, da die Zusatzfunktionen ja nicht ausgelöst werden können.
    Märklin bietet für die Loks, die bis etwa Mitte der 1990er Jahre gebaut wurden, Umrüstsätze an - wie das bei meinen der Fall ist.


    Gruss Rainer

  • Danke Rainer,


    ich bin halt kein Märklinist.

    Viel Grüße
    Dieter Riethenauer


    Commander 1.402, seit 12.07, Fleischm.profigleise N
    Viessmann u. Uhlenbrock Schalt/Magnetartikeldekoder
    Rocco RM 10787 am LSB hinter Viessmann BM 5206,
    Viessmann Booster ECO4, Win 10- 64bit

  • Ich habe eine weitere E-Lok umgerüstet. Bei der Dateneingabe in der Karteikarte 1 bekomme ich die Fehlermeldung , Adresse belegt'. Vom Zahlenwert her richtig, aber das Digitalformat ist ein anderes(Wechsel von MM alt auf MM neu/fx). Muss ich die alte Angabe jedesmal ändern oder die Lok löschen oder geht das einfacher?


    Ist bei Neuanlage überhaupt eine rein manuelle Programmierung möglich? Das Scannen dauert entschieden zu lange, an schlechtem Kontakt liegt es ganz sicher nicht, Räder, Schienen und Mittelleiter habe ich mit Spiritus sauber gemacht.


    Die erste umgebaute Lok lässt sich nicht umprogrammieren. Hier wird beim Scannen plötzlich mfx angezeigt, obwohl die Decoder des Sets 60760 nur fx sind.


    Zum Referenzhandbuch, Seite 53(Lokeditor). Dort ist das Startbild mit der Wahlmöglichkeit CV/POM.
    Wenn ich den Editor aufrufe ist sofort die zuletzt gewählte Lok im Bild, die Wahlmöglichkeit zur Programmierungsart wird mir gar nicht gegeben.


    Gruss Rainer

  • "Adresse belegt2 ist lediglich ein Hinweis für sie dass es die Adresse schon mal im Commander gibt.
    Mann muß da erst mal nichts tun, es ist nicht verboten Adressen mehrfach zu vergeben.
    Es kann lediglich bei automatischen Fahrstrassen zu Fehlinterpretationen kommen.
    Was tun ? ; die nicht benötigte gleiche Adresse löschen oder überschreiben, oder eine andere Adressse wählen.
    Gleiche Adressen, egal welches Datenformat, sind nicht unproblematisch für Multiprotokolldecoder.
    Manche unterscheiden nicht zwische Motorola und DCC format.
    Das bedeutet die Adresse gilt sowohl für Loks mit DCC und Motorola Decodern.


    Warum braucht Motorola so lange zum auslesen ?:
    das liegt daran dass alle möglichen 255 Lokadressen nacheinander aufgerufen werden , und nur wenn eine Motorreaktion erfolgt, wird es als mögliche Lokadresse registriert. Bei DCC ist das anders, da wird echt aus dem Decoder der CV Wert gelesen.
    Bei MFX ist es so dass die tatsächliche ID gelesen wird und dieser dann eine Arbeitsadresse ( Lokadresse ) zugewiesen wird.
    Die ID bleibt dabei immer gleich und ist einmalig.


    Ich empfehle Ihnen auch als Märklinfahrer, hier für künftige Umbauten einen Multiprotokolldecoder zu verwenden und im DCC Modus zu programmieren und zu faahren. Es ist alles wesentlich einfacher, preisgünstiger und es gibt wesentlich mehr Hersteller zur Auswahl guter Lok und Funktionsdeecoder.


    POM ( programming on main ) geht nur bei DCC nicht bei Motorola.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Viessmann Modelltechnik GmbH


    iA Jürgen Meier