Geschwindigkeitsmessung per Commander

  • Hi allerseits,


    vielleicht hockt ja der eine oder andere auch schon mit Lineal und Stopuhr vor seiner Anlage, um die Geschwindigkeit seiner Loks vorbildgetreu auf die neue km/h-Anzeige vom letzten Update abzustimmen. Und vielleicht hat sich ja der eine oder andere auch schon gedacht, daß das eigentlich genauer und komfortabler gehen müßte. Tja, und eigentlich bringt der Commander hierfür auch schon alles mit: Er kann die Zeit messen, verfügt per Rückmeldemodul über exakte Start- und Stoppunkte für so eine Messung, und rechnen kann er als Computerdings natürlich auch ! ;)


    Daher mein Vorschlag: Integration einer Geschwindigkeitsmessung in den Commander !


    Wo und wie das in welcher Ansicht eingebaut werden sollte, kann natürlich noch diskutiert werden. Aber prinzipiell stelle ich mir das von der Funktion her wie folgt vor:
    - Man definiert einen Rückmeldeabschnitt als Start-Kontakt und einen anderen als Stop-Kontakt.
    - Der Maßstab wird ausgewählt.
    - Einmalig mißt man die Strecke vom Anfang des Start-Abschnittes zum Anfang des Stop-Abschnittes und gibt die ermittelte Länge in den Commander ein.
    Der Rest sollte klar sein: Sobald der Commander aus dem Start-Abschnitt eine "Besetzt"-Meldung erhält, mißt er die Zeit, bis der Stop-Abschnitt belegt meldet, und kann nun die Geschwindigkeit der Lok berechnen und ausgeben.


    Vor allem wenn man die Rückmeldeabschnitte in eine Rundstrecke legt, kann man nun sehr schnell und einfach bestimmen, bei welcher Fahrstufe die Lok ihre realistische Höchstgeschwindigkeit erreicht, und diese dann als Maximalgeschwindigkeit in den Dekoder einprogrammieren.


    Gruß, JoKo
    ___
    Haftungsausschluß: Der Verfasser dieses Beitrages ist sich in vollem Umfang der Tatsache bewußt, daß Fehlerbeseitigung und die Integration von Features, die bereits seit längerer Zeit versprochen wurden, Priorität haben müssen. Hinweise auf selbige Tatsache stellen daher einen überflüssigen Verschleiß der Tastatur dar, für den der Verfasser keine Haftung übernimmt. :P

  • Hallo,
    auch wenn offensichtlich für viele Nutzer die vorbildliche Geschwindigkeit wichtig ist, muß ich
    persönlich sagen, das ist mir wurscht!
    Ich fahre lieber nach Augenmaß und Gefühl, als das ich mich sklavisch an solche Dinge
    halte. Sicherlich macht es für viele Sinn, jedoch hat es sicherlich keine Priorität ( wie
    oben schon genannt ).

    Beste Grüße
    Rick


    Zentrale : Commander (1.xx )
    Umgebung : Märklin C-Gleis, Roco MultiMaus, Notebook Windows 7prof.
    Rückmeldung: Tams S88N ( 3/4)
    Decoder: LokPilot 3.5, LokSound 3.5/4, LokPilot OEM, Motorola alt+neu
    GBS: Wenn es das denn nur gäbe!

  • Hallo Rick und alle anderen,


    obwohl ich es persönlich durchaus reizvoll finde, meine Züge mit halbwegs vorbildgetreuer Geschwindigkeit fahren lassen zu können, ist das eigentlich nicht mein hauptsächlicher Hintergedanke. Ich sehe in einer Normung der Geschwindigkeit vielmehr die Grundlage für sehr nützliche Funktionalitäten.


    Dabei habe ich an folgendes gedacht: Im Fahrstraßeneditor wird auf Karteikarte 5 (Schaltgleisfunktion) und/oder 7 (Auflösebefehle) ein neuer Befehl eingeführt, nennen wir ihn "Strecke". Er funktioniert ganz ähnlich wie die Eieruhr, nur daß man keine Zeit eingibt, sondern eine Länge in cm. Erreicht nun eine Lok den zugeordneten Streckenabschnitt, berechnet der Commander, wie lange es dauert, bis die Lok die eingegebene Strecke zurückgelegt hat. Das ist sehr einfach, weil er ja anstelle der nichtssagenden Fahrstufe die tatsächliche Geschwindigkeit der Lok kennt! Erst nach Ablauf der berechneten Zeit wird der nächste Befehl ausgeführt.


    Man kann nun einfach per Fahrstraßenprogrammierung exakt festlegen, wo die Lok an einem Bahnhofsgleis oder auch vor einem Signal anhalten soll, und das ohne das Haltegleis in 2 oder gar 3 Abschnitte unterteilen zu müssen! Einfach dem Lok-Stop-Befehl einen Strecke-Befehl voranstellen, und jede Lok hält immer an der richtigen Stelle.


    Die Vorteile im Überblick:
    - Man braucht nur noch einen Rückmeldeabschnitt pro (Schatten-)Bahnhofsgleis, das spart Geld und Verkabelungsaufwand.
    - Flexiblere und exaktere Loksteuerung, trotz weniger Rückmeldern !
    - Nie mehr die Gleise von der Platte reißen, weil man Trennabschnitte vergessen oder falsch platziert hat.



    Bleibt noch eine wichtige Frage: Warum sollte Viessmann etwas entwickeln, das dazu führt, daß man weniger Rückmeldemodule verkauft? Die Antwort lautet mal wieder "RailCom"! ;)
    Auch wenn noch keine Preise bekannt sind, wird wohl keiner daran zweifeln, daß die neuen RailCom-Detektoren deutlich teurer sein werden als die guten alten s88-Belegtmelder. Wenn man nun aber den Commander-Usern eine Software-Lösung präsentieren kann, die mit weniger Detektoren mehr leistet, sollte das die Akzeptanz und Attraktivität des neuen Systems sicher erhöhen. Umgekehrt würde auch der "Strecke"-Befehl von RailCom profitieren, da er für exakte Berechnungen auf möglichst schnelle und genaue Rückmeldungen angewiesen ist. Also ein perfektes Team! :)



    So, ich hoffe die Sache nun dem einen oder anderen etwas schmackhafter gemacht zu haben. Zur Umsetzung der Geschwindigkeitsmessung habe ich inzwischen auch ein Konzept entwickelt, daß ich euch in kürze hier vorstellen möchte...


    Gruß, JoKo

  • Hallo,


    Code
    1. Bleibt noch eine wichtige Frage: Warum sollte Viessmann etwas entwickeln, das dazu führt, daß man weniger Rückmeldemodule verkauft? Die Antwort lautet mal wieder "RailCom"!
    2. Auch wenn noch keine Preise bekannt sind, wird wohl keiner daran zweifeln, daß die neuen RailCom-Detektoren deutlich teurer sein werden als die guten alten s88-Belegtmelder.


    Richtig, die neuen Melder werden definitiv teurer als die bekannten S88-Produkte.
    ABER sie können natürlich auch mehr. UND S88 wird es weiterhin geben. JEDER kann also
    für sich entscheiden, was er möchte.
    IDEALERWEISE lassen sich beide Systeme kombinieren und ich kann je nach Anforderung
    die entsprechenden Vorteile gezielt nutzen.

    Beste Grüße
    Rick


    Zentrale : Commander (1.xx )
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  • Hi allerseits,


    hier nun mein Vorschlag zur praktischen Realisierung der Geschwindigkeitsmessung:


    Wie schon im Ursprungs-Beitrag geschrieben, benötigt der Commander zunächst ein par Grundinformationen. Dabei handelt es sich um die beiden Rückmelder, die als Start- und Stop-Punkt dienen sollen. Ferner muß deren Abstand in cm eingegeben werden. Diese Eingaben erfolgen in einem der Setup-Menüs; man könnte sie bsw. im thematisch passenden Modellzeit-Menü hinzufügen und es in "Zeit & Messung" umbenennen.
    Zuguterletzt fehlt noch der Maßstab. Dieser gehört sinnvollerweise in die individuellen Lokdaten, bsw.auf Seite 1 des Lokeditors, da es ja sicher User gibt, die mehrere verschiedene Spuren mit Ihrem Commander betreiben.


    Soll die Zeiterfassung nicht nur eine Spielerei sein, sondern in der beschriebenen Art und Weise zur Zugsteuerung verwendet werden, gibt es nun ein kleines Problem: Es reicht nicht, wenn man nur die Höchstgeschwindigkeit der Lok eingibt und die Zwischenschritte linear interpoliert. Denn möglicherweise ist im Lokdekoder ja eine nichtlineare Gaskurve eingestellt. Man muß also die Geschwindigkeit zu jeder einzelnen Fahrstufe ermitteln! Aber keine Bange, das geht einfacher als es sich zunächst anhört.


    Zur Messung benötigt man eine geschlossene Ringstrecke. Diese muß 2 Rückmeldeabschnitte enthalten, die idealerweise nicht direkt aneinander angrenzen sollten. Was sich zwischen den Abschnitten befindet - ein oder mehrere andere Rückmeldebereiche oder auch nur "normale" Strecke - ist aber egal. Sollte man sowas auf seiner Anlage nicht haben, läßt sich schnell auf einem simplen Brett ein entsprechendes Oval aufbauen.


    Jetzt setzt man die Lok, die vermessen werden soll, aufs Gleis und geht in den Lokeditor. Auf Karteikarte 5, der Fahrstufentabelle, wird eine zusätzliche Funktionstaste eingefügt, die nun die Meßreihe startet. Nach dem Druck auf die Taste, setzt der Commander die Lok auf Fahrstufe 1 in Bewegung. Sobald sie den "Start"-Rückmelder erreicht, läuft die Zeit los, beim "Stop"-Rückmelder wird die Zeit wieder angehalten. Wie ursprünglich schon beschrieben erfolgt nun die Geschwindigkeitsberechnung und der Wert wird der entsprechenden Fahrstufe zugewiesen. Optimalerweise sollte er natürlich gleich auf Karte 5 über der entsprechenden Fahrstufe angezeigt werden. Nun erhöht der Commander auf Fahrstufe 2, und das ganze geht von vorne los, bis alle Fahrstufen erfaßt wurden. Die Lok hält dann automatisch an, vielleicht gibt der Commander noch einen Signalton aus, und man kann das ganze wie gewohnt per Diskettensymbol abspeichern.
    Außer dem "Meßreihe"-Button sollte es auch noch die Möglichkeit geben, über eine weitere Taste eine gezielte Einzelmessung vorzunehmen. Dazu wählt man zuerst die gewünschte Fahrstufe an, tippt dann auf den Einzelmessungs-Button, und der Commander dreht nur eine Runde mit der ausgewählten Fahrstufe.


    Sobald zu einer Lok eine komplette Meßreihe vorliegt, erscheint auf Karteikarte 1 ein Toggle-Button, der die momentane vmax-Eingabe ersetzt. Hiermit kann man nun bestimmen, ob man im "Tacho" Fahrstufen oder km/h angezeigt haben möchte. Wer also die Fahrstufenanzeige bevorzugt, kann diese nach wie vor verwenden, und trotzdem die Funktionalitäten der Geschwindigkeitsmessung im vollen Umfang nutzen !


    Das war's dann erstmal, ich bitte um eure Meinungen ! :)



    Rick :
    Laß es mich mal wie folgt ausdrücken: Aus langjähriger beruflicher Erfahrung kenne ich viele Begriffe, die ich im Zusammenhang mit der Vermischung verschiedener Systeme verwenden würde. Die meisten davon sind ungeeignet, um sie öffentlich niederzuschreiben. "Idealerweise" gehört aber ganz sicher NICHT dazu ! ;)


    Außerdem möchte ich nochmal ausdrücklich betonen, daß RailCom nur ein weiteres Beispiel war. Wie dargelegt profitieren selbstverständlich auch s88-User von den Vorteilen, sprich weniger benötigte Rückmelder, weniger Trennstellen, präzisere Zugsteuerung, und die Möglichkeit falsch platzierte Trennstellen per Software ausgleichen bzw. "virtuelle" Trennstellen nachträglich einfügen zu können.


    Gruß, Joko

  • Nicht das ich das hier noch weiter zertreten möchte ;) aber...


    Code
    1. @Rick:
    2. Laß es mich mal wie folgt ausdrücken: Aus langjähriger beruflicher Erfahrung kenne ich viele Begriffe, die ich im Zusammenhang mit der Vermischung verschiedener Systeme verwenden würde. Die meisten davon sind ungeeignet, um sie öffentlich niederzuschreiben. "Idealerweise" gehört aber ganz sicher NICHT dazu !



    ...Idealerweise bezieht sich hier auf die Preisgestaltung. Ich muß nicht an allen Stellen
    die teuren neuen Dinger einsetzen. Und es sei dir gesagt, beide Systeme
    schliessen sich definitiv nicht aus ( zumindest in dieser Form und in der üblichen Verwendung ).
    Natürlich, da gebe ich die Recht, ist es prinzipiell immer gut, Produkte aus einem Sack zu verwenden.
    Aber an dieser Stelle ist ein Berührungspunkt durchaus OK.

    Beste Grüße
    Rick


    Zentrale : Commander (1.xx )
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    GBS: Wenn es das denn nur gäbe!